EXTRA AUSGABE Sep.2003 zum 1 jährigen Rollenjubiläum

Wie UHU von der Rolle auf die Rolle kam
Es begab sich zu der Zeit, als die Füße von Sohn R.(Brustbild) die Druckattacken seiner Hardboots-Inliner nicht länger klaglos hinnehmen wollten und nach softbootigen 5Rollern skandierten. Und wie es der Gene gefällt, hat Sohn R. die gleiche Quantengröße, wie sein Erzeuger. Welcher Umstand den Erzeuger - also den UHU, ab jetzt von der Rolle -
zum 1. mal die ollen Hardboots-Inliner anzuziehen auf den Plan rief.
(sorry,TeilzeitLegastheniker)
Mit wenig Aufwand viel zu bewegen beeindruckte ihn wie immer.
Und so wechselten im Jahre des Herrn ANNO 2002, im September, die ollen Inliner zum Ollen.(natürlich nicht ohne finanzieller Beteiligung an den Neuen für den Jungen).

Fallobst + Früchte von der Rolle
Im Herbst 2002 wurde fleißig geübt. Aber so ein Späteinsteiger-UHU macht natürlich keinen Kurs, der probiert alles umständlich selbst und lässt sich (aber nur manchmal) von den Jungen was vorklugscheißern. Die UHU - Kondition + Technik war natürlich entsprechend kläglich und wenn die Kraft und Konzentration weg war gab's Fallobstalarm.
(Unnötiger Kommentar von Sohn R.: was heißt hier war und gab's?)
Der Aufschlag des Fallobstes auf Asphalt war dann im gegebenen Fall heftig,aber warum eigentlich immer auf die linke Hinterbacke?
(Sohn R.: wie kann man nur nach hinten fallen, normal geht doch sowas gar nicht!)
Normal hin, normal her, mit einem riesigen Bluterguss von der Hinterbacke bis zur Kniekehle trat der UHU mehrmals unfreiwillig den Gegenbeweis an. Sein damaliger Doc fragte angesichts des blauen Wunders grinsend, ob man ihn überfahren hätte. UHU murmelte nur was von hingefallen und so..., um wenigstens dem Doc die Schadenfreude nicht gleich zu gönnen.
(er hat das "wie" natürlich dann auch noch spitzgekriegt).
Was positives gab's dann doch noch, das "Training" auf der Rolle trug Früchte: UHU fühlte sich körperlich irgendwie besser drauf. (Sohn R.: wie bitte, das sah aber...)

Die Faszination der Rolle
UHU empfand gehen von je her uneffektiv, so viele Schritte und so wenig Raumgewinn. Das faszinierende Gefühl und schnelle gleiten auf der (zunächst wackeligen) Rolle erschien für ihn wie eine lang ersehnte Lösung des Problems. Es war jetzt "geil" im relativ ebenen Gelände auf guten Feldwegen der Region mit der Rolle unter den Füßen in kurzer Zeit Ziele zu erreichen, die auf Schusters Rappen nie ein Thema waren. Diese Faszination ließ UHU trotz harter Asphalt-Prüfungen des Fallobstteufels nie an der Rolle zweifeln, oder gar an ein Abschwören der Rolle denken.

Start beim TNS-Stuttgart
Mit dem Start der Saison 2003 wagte UHU den Schritt in den Herdenauftrieb der Region, den alldonnerstägigen, dreistündigen Thursday-Night-Skating - Rumsau* auf Stuttgarts Straßen. (Sohn R.: das schaffst selbst du)
Bei der Rollerei im Rudel war UHU zunächst unsicher wie Rente.
Links und recht, hinter ihm und vor ihm nichts wie Skater, nix war's da mit kräftigen seitlichen Abstoß. Von wegen sicheren Bremsweg-Abstand zum Vordermann halten, schwupp war mindestens ein Skater dazwischen. Das Tempo war für ihn gerade noch so drin - hinten im Pulk natürlich. Den Ordnern sei Dank gab's ja immer wieder mal einen Stopp. Die lockere Art der Skate-Gemeinde und der Biergarten machten UHU schnell zum fast regelmäßigen Mitrumsauer. UHU taucht jetzt auch schon mal vorn im Rudel auf, in der Enge da vorn fühlt er sich aber immer noch nicht so recht wohl.
TNS-Stuttgart: Leitung und Ordner gut, cool und souverän -Respekt.
*Rumsau: ist etwas schwäbisch und so wird z.B. im Geschäftsleben locker ein Umlauf-Papier genannt. (lauf auf schwäbisch = sau :-))

Selbe Gene - gleiche Probleme - neue Inliner
Die Freude über die ollen Hardboots-Inliner dauerte nicht lange. UHU bekam wie vorher sein Filius mit den Schalen Probleme. Selbst das Ausschneiden der Schalen im Knöchelbereich (UHU war sehr stolz auf die Idee, sah auch nicht schlecht aus) hatte nur aufschiebende Wirkung: dem Breitfuß-Knöchel erwuchs ein unschönes Überbein. Also weg mit den ollen Hardboots-Inliner* und her mit neuen knöchel- freundlichen Softboots-Inliner, aber bitte-schön ein Vorjahresmodell mit Preisnachlass. Breitfuß-UHU ließ sich zu Salomon überreden.
(Sohn R.: die haben noch die breitesten Softboots-Inliner)
*Es gibt natürlich auch viele Skater die auf Schalen schwören, nur für UHU sind sie eine mittlere Katastrophe (nicht diese Skater, die Schalen natürlich).

10. Stuttgart Lauf, Start beim Inline-Halbmarathon
Beim Inline-Halbmarathon vor der Haustür hieß es jetzt oder nie, UHU an den Start, aber nur nicht mit der roten Laterne ins Ziel kommen. Seine Testzeiten auf Feldwegen ließen durchaus solch einen Schluss zu.
(Sohn R.: beim Halbmarathon bist du durch Sog und Windschatten um einiges schneller)
Tja, der hat gut labern, aber erst mal in den Sog und den Windschatten kommen, wenn du ganz hinten bist! UHU v.d.R. ging die Sache im letzten Starterfeld jedenfalls skeptisch an, kam aber ganz gut ins rollen (Filius hatte ausnahmsweise recht). Nach dem Zieleinlauf war er fix und alle, aber mit seinem Rennen zufrieden. Tolle Speed-UHU's brauchten allerdings bis zu 11 Minuten weniger für die Strecke - Respekt, Respekt.
Trotzdem, UHU v.d.R. focht dies nicht an, er fand seine Zeit für seine Verhältnisse gut. Kritik kam aus einer anderen Ecke. (Sohn R.: du warst "relativ" schnell für'nen Fitness-UHU halt, aber dein Laufstil ist besch...!)
Ob der bekackte Laufstil ne Spätfolge des uneinsichtigen Inliner-Kurs-Verweigerns ist? Irgendwann knöpft sich UHU von der Rolle den vermeintlichen Fäkalien-Laufstil mal vor, irgendwann....

Sindelfingen Lauf, Teilnahme an der Blade-Parade
Einen zweiten Halbmarathon wollte sich UHU mit Sifi in der Saison nicht mehr antun:
1) Ist er ja ein Fitness-UHU und läuft Inliner aus Spaß an der Freud und weniger schnell.
2) Das gute Ergebnis vom Stuttgart Lauf hätte ja in Sindelfingen auf Kosten seines Selbstbewusstseins relativiert werden können.
(Sohn R.: Sindelfingen, dass ist eine Sch... Strecke, da geht so mancher ein).
Nun ja, so mancher wäre auch UHU v.d.R. gewesen und "eingehen" musste dann wirklich nicht sein. Also wurde von UHU nur die Blade-Parade mitgefahren, die hat ihm dann auch gereicht und so toll wie angekündigt war der Streckenbelag für Inliner auch wieder nicht.

Fallobstalarm "Schienen" beim TNS-Stuttgart
Zickmal hatte er aufgepasst, wenn die Ordner oder Mitroller warnten "Schiiienen", es war ihm beim Überqueren der Schienen nie was passiert. Wie konnten da Skater nur immer wieder stürzen? Mitte August hat's dann den UHU v.d.R. doch auch erwischt.
Das ging ganz schnell: "Schiiienen" haben sie gewarnt, in die Schiene eingefädelt hat er, "rums" hat's gemacht, "Sturz" haben sie geschrieen und da ist er gelegen.
Dreimal darf man fragen worauf: auf der linken Hinterbacke!
(Sohn R.: sagt dazu gar nichts mehr)

Mit neuen + alten Bekannten 1 Jahr auf der Rolle
Durch die Rolle erschloss sich UHU ein ganz neuer, netter Bekanntenkreis (nicht nur UHU's). Aber auch "alte Bekannte" wurden zum Rollen gebracht oder frönten bereits unbekannterweise der Rolle. Das Völkchen auf der Rolle ist einfach cool - Respekt.
Und UHU von der Rolle ist nun im September 2003 1 Jahr dabei.